Rauschen


Jürgen Kohrell

Rauschen, ein Problem - ungern gesehen.
Niemand kann etwas dabei verstehen.

Rauschen, im Wald von Blättern und von Ästen widerhallt;
Der Wind Dir diese Melodien malt.

Rauschen, jeder Fluß und jeder Ozean diese Töne spielen kann,
In der Technik jedoch nervt es den fleiß'gen Mann.

Rauschen, Dein Erscheinungsbild hat manche Formen,
Kunterbunt, gehorcht nur selten Normen.

Rauschen, es kommt als weißes, Schrot und Dunkel,
Es gibt zudem noch Pattern, Signal und auch Funkel.

Rauschen, es läßt sich filtern, auch glätten,
Schön wär's, wenn im Griff wir's hätten.

Rauschen, abhängig nicht allein von Temperatur,
Von Signal und auch von Einstreuungen elektrischer Natur.

Rauschen, periodisch, auch statistisch oder beides gemischt,
Analysen nach Fourier zeigen deren Gesicht.

Rauschen, auch im Alltag plagt es manchen,
Erzeugt durch Kinder-Wasserplanschen.

Rauschen, was für Sorgen,
Die Klospülung und die Dusche des Nachbarn jeden Morgen.

Rauschen, und am Tage auf Arbeit betroffen die Signale,
Eine Qual und das alle Male.

Rauschen, warum der Herrgott solch erfand,
Nein, es war halt da - von Anfang an.


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2013-09-14